Moderne Makrobiotik

Makrobiotik und Japan: Algen

Posted on: 14. März 2011

Eine Erklärung der makrobiotischen Firmen Muso und Mitoku bzw. der Importeure Terrasana und Arche zur Qualität makrobiotischer Produkte findest Du hier.

Einen Hinweis auf die Recherchen zur Qualität japanischer makrobiotischer Produkte (u.a. Algen) findest Du hier.

Als Makrobioten haben wir Japan und seiner Kultur sehr viel zu verdanken. Wie sehr einzelne Hersteller makrobiotischer Produkte in Japan von der Katastrophe in Japan konkret betroffen sind, wissen wir derzeit (ich schreibe dies am 14. März 2011) nicht. Doch leiden wir angesichts des Desasters mit allen Japanerinnen und Japanern mit.

Japaner haben uns das Geschenk der Meeresgemüse gemacht. Wir sind es gewohnt in der Makrobiotik, die verschiedenen Sorten Meeresalgen in unseren Speiseplan einzubauen: Wakame-Algen in der Misosuppe, Kombu-Algen, wenn wir Hülsenfrüchte kochen, Nori-Algen beim Sushi-Essen, Arame und Hijiki als Gemüse.

Algen haben die Eigenschaften, Schwermetalle wie Arsen, Blei, Cadmium, Kupfer, Quecksilber und auch Uran zu binden. Organische Gifte wie z.B. Insektizide, aber auch Formaldehyd sollen ebenfalls gebunden und ausgeschieden werden. Von Algen heisst es ausserdem, dass sie durch die sogenannte Alginsäure radioaktive Substanzen binden, die so aus dem Körper ausgeschieden werden können.

Interessante Rezepte zum Thema Meeresalgen sind erschienen in: Das makrobiotische Algen-Kochbuch von Peter und Montse Bradford.

Zum Thema Algen siehe auch: www.biothemen.de

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6 Antworten to "Makrobiotik und Japan: Algen"

Liebe Menschen der Modernen Makrobiotik, bin ebenfalls sehr betroffen über dieses Ausmass an Zerstörung in Japan und langfristiger Wirkung auf den Planeten.Als Nutzerin von MB Nahrungsmitteln stellt sich mir jetzt aber die Frage, wurden bisherige Produkte wie Miso, Algen Kudzu etc. die aus Japan kommen schon jemals auf Strahlung untersucht? Hiroshima und andere Atomunfälle in Japan, die wohl nie an die Öffentlichkeit drangen, haben dort doch sicher ihre Spuren hinterlassen. Wenn Algen Strahlung binden können, aber schon mit Radioaktivität gesättigt sind, machen sie dann noch einen Sinn?
ist der Schutz, den Makrobioten sich oft durch ihre Ernährung aufbauen nicht auch ein fake?`An einer Meinung von Ihrer Seite bin ich sehr interessiert.
Danke
Anna Schimetzek

Liebe Anna,
vielen Dank für Dein Interesse an der modernen Makrobiotik! Hier der Versuch einer Antwort. Zunächst: es gibt keinen Schutz vor radioaktiver Strahlung. Auch nicht durch eine makrobiotische Ernährungsweise. Radioaktive Strahlung ist tödlich. Es gibt andererseits aber radioaktive Partikel, die durch die Nahrungskette in unseren Körper gelangen und – je länger sie dort verbleiben – gesundheitsschädigend wirken. In Japan gilt es als erwiesen, dass Meeresgemüse diese radioaktiven Partikel durch die Eigenschaft der Alginsäure an sich binden kann. Wird Meeresgemüse gegessen, so können diese Partikel zur Ausscheidung gelangen. Es macht aber wenig Sinn, im Übermaß und völlig unausgewogen jederzeit Algen zu essen. In Deutschland gibt es betreffend des Jodgehalts Warnhinweise auf den Meeresgemüsepackungen. Wegen des allgemeinen Jodmangels in unserer Ernährung soll damit auf etwaige Komplikationen bei plötzlicher Jodzufuhr hingewiesen werden. – Was die Qualität der japanischen makrobiotischen Produkte betrifft, so habe ich volles Vertrauen in die seit 1959 bestehende makrobiotische Firma Muso, die ihren Firmensitz in Osaka (im Südwesten von Japan) hat. Deutsche Importeure wie Ruschin oder Arche Naturkost melden, dass die Hersteller der makrobiotischen Produkte wohlauf sind und die Katastrophe unbeschadet überstanden haben. Über die weitere Entwicklung besteht Unsicherheit. Mein Mitgefühl ist bei den Menschen in Japan.

Danke für die sachliche Antwort und die erstmal beruhigende Nachricht über die Familie Muso. Ja, Mitgefühl und tiefstes Vertrauen für alle Betroffenen.
AKS

Liebe Anna,
ich konnte meinen Blogeintrag „Makrobiotik und Japan: Algen“ zweimal aktualisieren, einmal weil die Firmen Arche und Terrasana Erklärungen zu den Produkten der japanischen Firmen Muso und Mitoku abgegeben hatten und vor kurzem ein weiteres Mal, weil die monatelangen Recherchen der Zeitschrift DAS GROSSE LEBEN nun abgeschlossen und veröffentlicht sind. In meinem Blogbeitrag „Japanische makrobiotische Produkte nach Tsunami und Fukushima“ findest Du einen Hinweis auf die Veröffentlichung des Magazins (auch online). Schau doch mal rein (wenn Du es nicht sowieso ab und an tust)… Du kannst meinen Blog auch abonnieren, dann erhältst Du alle neuen Beiträge als erstes per E-Mail…
Liebe Grüße und alles Gute!

Hi, ich finde du hast einen super Artikel geschrieben.
Schau doch mal auf meiner Algen Seite vorbei, eventuell findest du dort tiefergehende Infos 🙂

LG
Mark

Hallo Mark,
wenn Dir der Unterschied zwischen Süsswasseralgen im Aquarium und Meeresalgen, die ein essbares Meeresgemüse sind, noch nicht so ganz klar ist, dann fahr doch einfach mal in die nächste Großstadt und besuche ein Sushi-Restaurant: dort findest Du Nori-Rollen. Nori sind Meeresalgen und wirklich sehr köstlich. Deine Aquariumsalgen solltest Du dagegen nicht versuchen zu essen ;.) Ich hatte auch mal ein Aquarium und die Algen darin konnte ich durch dreierlei eindämmen: 1. regelmäßiger Wasseraustausch in kurzen Zeiträumen, 2. Vulkangestein auf dem Boden, 3. wenig Tageslicht und eine gutes Aquariumslicht!
Viel Spass beim ersten Genuss von Meeresgemüse!

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