Moderne Makrobiotik

Makrobiotik und individualisierte Ernährung

Posted on: 25. Januar 2016

phonto
Vor Weihnachten erreichte mich in einem Hinweis des Berufsverbands für klassische Homöopathie in Deutschland der Bericht einer interessanten Forschungsarbeit.
Die Wissenschaftler untersuchten 800 Probanden daraufhin, wie sich verschiedene Nahrungsmittel auf ihren Blutzuckerspiegel auswirken. Die Studienteilnehmer führten nicht nur ein Ernährungstagebuch, sondern protokollierten auch das Ausmaß ihrer körperlichen Aktivität sowie ihr Schlafmaß in einer Smartphone-App. Insgesamt bewerteten die Forscher die individuellen Reaktionen auf mehr als 46.000 Mahlzeiten. Zusätzlich ergänzten sie Daten zu Lebensstil, medizinische Daten, Körpermaße und Bluttestergebnisse sowie die Auswertungen von Stuhlproben, die auch auf Darmmikroben untersucht wurden.
Blutzuckerspiegel variiert bei gleicher Nahrung
Die Probanden reagierten sehr unterschiedlich auf einfache oder auch komplexe Mahlzeiten. Die Blutzuckerspiegel wiesen starke Schwankungen bei ein und demselben Nahrungsmittel auf. So stieg bei manchen Teilnehmern nach dem Verzehr von Brot der Glukosewert stark an, bei anderen kaum. Es gab auch Teilnehmer, bei denen stieg der Blutzuckerspiegel durch eine Banane extrem an, bei Keksen aber nicht. Diese beobachteten Abweichungen zwischen den Teilnehmern und den Nahrungsmitteln fielen zum Teil extrem aus. 
Vorhersage durch Algorithmus
In einem nächsten Schritt testeten die Forscher an weiteren 100 Probanden, ob sich die individuelle Reaktion auf ein Nahrungsmittel auf der Grundlage des Lebensstils, des medizinischen Hintergrundes und der Zusammensetzung und Funktion der Darmflora einer Person vorhersagen lässt. Es zeigte sich, dass sich nicht nur der Anstieg des Blutzuckers als Reaktion auf verschiedene Nahrungsmittel mit einem Algorithmus abschätzen ließ, sondern auch der Einfluss des Lebensstils. 
Individuelle Ernährungspläne?
Zu guter Letzt untersuchten die Wissenschaftler, ob sich auf der Grundlage ihres Algorithmus persönliche Ernährungsempfehlungen z.B. zur Senkung des Blutzuckerspiegels aussprechen lassen. Testpersonen ernährten sich eine Woche lang nach einer individuell auf sie zugeschnittenen „guten“ oder „schlechten“ Ernährung. Die Anzahl der Kalorien blieb dabei konstant, nur die Zusammensetzung variierte. Bei der ungünstig zusammengesetzten Ernährung erlebten die Probanden häufig Blutzuckerspitzen, während die für sie „gute“ Nahrungszusammensetzung dazu beitrug, den Blutzuckerspiegel konstant auf einem gesunden Niveau zu halten. Es zeigte sich auch eine Korrelation zur Zusammensetzung der Darmmikroben. Die Studienergebnisse könnten künftig dabei helfen, persönliche Ernährungsempfehlungen für die Prävention und Behandlung von Fettleibigkeit und Diabetes zu entwickeln, so das Fazit der Wissenschaftler. 

Die Studie finden Sie hier. Einen Film mit einer Zusammenfassung der Studienergebnisse können Sie sich hier ansehen (auf Englisch).“

Ich halte diesen Forschungsansatz für sehr interessant. Bisher war die Makrobiotik die einzige Ernährungskunde, die individuelle Unterschiede berücksichtigt. Inwieweit hier die Fokussierung einzig auf den Blutzuckerspiegel berechtigt ist, wenn es sich nicht um an Diabetes oder metabolischem Syndrom Erkrankte handelt, wäre meine Frage.
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