Moderne Makrobiotik

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Hier ist das Rezept für das Hijicki-Chutney, das ich in meinem Wohnzimmerrestaurant am Samstag, den 28. Januar 2017 serviert habe:

Hijicki-Chutney

Zutaten:

1 Handvoll Hijicki-Algen
1 Handvoll Mandeln
2 Zwiebeln
2 TL Öl
1-2 EL Apfel-Birnen-Kraut
1 EL Genmai-Su Reisessig
1 EL Shoyu
geriebener Ingwer

Zubereitung:

Hijicki-Algen eine Viertelstunde einweichen, spülen und klein schneiden. 45 Minuten mit wenig Wasser in einer Pfanne mit Deckel vor sich hin köcheln lassen. Mandeln in einer Pfanne ohne Öl rösten und klein hacken. Zwiebel in Halbmonde schneiden und in Öl braten, bis sie weich sind. Gekochte Hijicki und geröstete, gehackte Mandeln zufügen. Etwa 10 Min. köcheln. Währenddessen im Suribachi aus Apfel-Birnen-Kraut, Genmai-Su, Shoyu und geriebenen Ingwer eine Sauce bereiten und unter die Hijicki mischen. Warm oder kalt servieren.

Schmeckt sehr gut zu gedämpftem oder gebackenem Kürbis!

 

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Algentaschen sind ein großartiger Snack, ideal zur Resteverwertung und gut als Proviant für unterwegs. Bei unserer zweitägigen Fahrradtour in den Hohen Fläming waren sie sehr praktisch, gaben Mineralien und Energie, waren leicht zu transportieren und haben allen geschmeckt!

Zuerst wird die Arame-Kinpira gekocht und kalt gestellt. Das kannst Du schon am Vortag machen oder Du nimmst gleich Reste. Wie man eine Arame-Kinpira zubereitet, habe ich ausführlich hier dargestellt: Arame-Möhren-Kinpira

Arame-Kinpira

Dann wird der Teig zubereitet.

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Rezept

Auf 2 Tassen Mehl (z. B. Dinkelmehl Typ 630) kommen 1/2 Tasse Wasser, in die 1 El Kuzu oder Pfeilwurzelstärke aufgelöst wird, sowie 1/4 Tasse Öl (z. B. Olivenöl) und 1 Prise Meersalz. Das wird alles gut vermischt, aber nicht zu lange geknetet, sonst wird der Teig nicht knusprig. Für 1/2 Stunde in den Kühlschrank legen, dann lässt er sich leichter ausrollen. Dann auf einer bemehlten Fläche zu einem Viereck ausrollen. Wer keine Nudelrolle hat, kann eine saubere Flasche nehmen. Nun werden mit Hilfe einer umgedrehten Schüssel oder einer großen Tasse Kreise ausgestochen. Auf diese Teigkreise gibst Du einzeln in die Mitte 1-2 El Arame-Kinpira. Nun klappst Du die Kreise um und drückst die Ränder mit einer Gabel an. Anschließend auf ein geöltes oder mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und in den Ofen schieben.

Backzeit: ca. 25 Minuten bei 160 Grad Umluft

Du kannst die Taschen natürlich auch mit anderen Zutaten befüllen, z. B. mit Äpfeln und Rosinen oder Spitzkohl-Möhren-Zwiebeln-Kinpira. Aber mit Arame-Algen sind sie besonders nährend. Du kannst die Arame-Algen auch durch Hijicki-Algen ersetzen.

Algentaschen

Viel Spaß!

Hier möchte ich Dir ein sehr schönes Rezept für den Alltag vorstellen. Es besteht aus Arame-Algen, Möhren, Spitzkohl und Zwiebeln, ist leicht und schnell zu kochen und sehr nahrhaft. Unten findest Du das Rezept in der Übersicht. Ich erkläre es Schritt für Schritt:

1. Arame-Algen erhältst Du in guter und geprüfter Qualität im Makrobiotikversand. Sie schmecken sehr dezent und haben eine angenehme Konsistenz, sind also auch für Menschen geeignet, die bisher nicht mit Algen vertraut sind. In Japan sind sie überaus beliebt. Sie werden für 15 Minuten eingeweicht, dann werden sie gespült, das Einweichwasser gieße ich weg (zum Beispiel zu Pflanzen in Blumentöpfen, es ist sehr mineralienreich, die Pflanzen lieben es!). Die Algen werden in einem Topf mit Wasser bedeckt und auf kleiner Flamme 20 Minuten geköchelt, dann 1 El Shoyu (Sojasauce in makrobiotischer Qualität) zugeben und noch einmal 10 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist.

Arame

2. Möhren in samenfester Demeter-Qualität findest Du auf dem Markt beim Demeter-Gärtner oder im guten Bioladen. Sie werden abgebürstet und in Scheiben geschnitten, die Scheiben werden dann noch in streichholzdicke Stifte geteilt.

Möhren

3. Bio-Spitzkohl wird der Länge nach durchgeschnitten, dann geviertelt. Die inneren Strünke werden weggeschnitten. Nun zerteilst Du ein Spitzkohlviertel in einzelne Streifen.

Spitzkohl

4. Demeter-Zwiebeln werden geschält, halbiert und die Hälften in Halbmonde geschnitten.

Zwiebeln

5. Nun stehen alle Zutaten für die Kinpira bereit.

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6. Stelle jetzt einen Wok oder eine Eisenpfanne aufs Feuer und erhitze ein wenig Bio-Back- und Bratöl oder bionatives Kokosfett. Du brätst zuerst die Zwiebeln an, bis sie glasig sind, dann gibst Du die Möhren dazu, rührst mit einem Holzlöffel um, dann wird der Spitzkohl ebenso sautiert, und zuletzt kommen die gekochten Arame-Algen dazu.

Würze mit einem Schuss Ume-Su und Mirin. Du kannst statt Ume-Su auch 1 Dreifinger-Prise Meersalz nehmen und Mirin auch weg lassen. Ume-Su ist der Saft der eingelegten Umeboshi-Aprikosen, Mirin ist Kochreiswein, beides gibt es im Makrobiotikversand, es sind in der Makrobiotik sehr gebräuchliche Würzflüssigkeiten.

Rühre alles mit einem Holzlöffel um, bis das Gemüse so gar ist, wie Du es gern hättest und die Farbe der Gemüse noch leuchtend ist.

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vor dem Sautieren

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nach dem Sautieren

7.  Serviere die Arame-Möhren-Kinpira mit Naturreis, Salat und gebratenen Tofudreiecken. (Reste kannst Du in Algentaschen verwenden und als Snack essen…)

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Hier noch mal das Rezept in der Übersicht:

Zutaten:

1 Tasse Arame-Algen

1 Tasse samenfeste Demeter-Möhren

1 Tasse Bio-Spitzkohl

1 Tasse Demeter-Zwiebeln

1 -2 El Back- und Bratöl oder bionatives Kokosfett

1 El Shoyu

1 El Ume-Su oder 1 Dreifinger-Prise Meersalz

1 El Mirin, wenn man’s mag

Zubereitung:

Arame-Algen einweichen, abspülen und 20 Min. kochen, mit Shoyu würzen und noch 10 Min. kochen, bis alle Flüssigkeit verdampft ist. Möhren mit der Gemüsebürste unter fließendem Wasser abbürsten und in Streichholzstiftlänge schneiden. Spitzkohl vierteilen, Strünke entfernen und einen Strunk in Streifen schneiden. Zwiebeln schälen, halbieren und in Halbmonde schneiden.

Öl oder Kokosfett im Wok erhitzen, nacheinander Zwiebeln, Möhren, Spitzkohl und Arame-Algen sautieren, mit Ume-Su und Mirin würzen. Fertig! Guten Appetit!

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Als Vorspeise habe ich beim makrobiotischen Gartendinner am 31.8.2013 grüne Röllchen mit Arame-Algen-Füllung serviert.

Das makrobiotische Rezept wurde in meinem Buch veröffentlicht:

Moderne Makrobiotik

zu beziehen über modernemakrobiotik@gmx.de

Buch Moderne Makrobiotik

Eine Erklärung der makrobiotischen Firmen Muso und Mitoku bzw. der Importeure Terrasana und Arche zur Qualität makrobiotischer Produkte findest Du hier.

Einen Hinweis auf die Recherchen zur Qualität japanischer makrobiotischer Produkte (u.a. Algen) findest Du hier.

Als Makrobioten haben wir Japan und seiner Kultur sehr viel zu verdanken. Wie sehr einzelne Hersteller makrobiotischer Produkte in Japan von der Katastrophe in Japan konkret betroffen sind, wissen wir derzeit (ich schreibe dies am 14. März 2011) nicht. Doch leiden wir angesichts des Desasters mit allen Japanerinnen und Japanern mit.

Japaner haben uns das Geschenk der Meeresgemüse gemacht. Wir sind es gewohnt in der Makrobiotik, die verschiedenen Sorten Meeresalgen in unseren Speiseplan einzubauen: Wakame-Algen in der Misosuppe, Kombu-Algen, wenn wir Hülsenfrüchte kochen, Nori-Algen beim Sushi-Essen, Arame und Hijiki als Gemüse.

Algen haben die Eigenschaften, Schwermetalle wie Arsen, Blei, Cadmium, Kupfer, Quecksilber und auch Uran zu binden. Organische Gifte wie z.B. Insektizide, aber auch Formaldehyd sollen ebenfalls gebunden und ausgeschieden werden. Von Algen heisst es ausserdem, dass sie durch die sogenannte Alginsäure radioaktive Substanzen binden, die so aus dem Körper ausgeschieden werden können.

Interessante Rezepte zum Thema Meeresalgen sind erschienen in: Das makrobiotische Algen-Kochbuch von Peter und Montse Bradford.

Zum Thema Algen siehe auch: www.biothemen.de


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Moderne Makrobiotik

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