Moderne Makrobiotik

Archive for the ‘Getreide’ Category

Misobrot

Es beginnt die Zeit der Radtouren, Picknicks und leichten Snacks. Dazu ist ein gedämpftes Miso-Brot eine wunderbare Zutat. Es ist leicht, schmeckt ein wenig süßlich, kann mit Sonnenblumenkernen, Leinsamen, Nori-Flocken oder Trockenfrüchten variiert werden. Schmeckt sehr gut mit selbst gemachten Brotaufstrichen (z. B. Frühlingszwiebeln mit Miso) oder einfach nur mit bio-nativem Kokosfett.

Gedämpftes Miso-Brot

Zutaten

vorgekochter Reis
Mugi- oder Genmai-Miso
Dinkelmehl Type 1050
Wasser

Zubereitung

1 Schale Reis mit 1 EL Miso vermischen und über Nacht zugedeckt stehen lassen. Am nächsten Tag ist der Reis vergoren. Ihn nun unter der Zugabe von wenig Wasser mit Dinkelmehl vermischen. Dabei gut durchkneten.

Ich beginne meist mit ein paar EL Dinkelmehl, die ich unterknete. Ist der Teig dann noch zu feucht, klebt er an den Fingern, gebe ich weiter Dinkelmehl zu. Wird er allmählich zu trocken, läßt sich immer schwerer kneten, gebe ich vorsichtig Wasser zu. Zwischendurch lasse ich ihn einige Minuten ruhen. Das geschieht abwechselnd so lange, bis der Teig die Konsistenz des sprichwörtlichen „Ohrläppchens“ erreicht hat. Er darf also nicht zu weich und feucht sein, dann wird das Brot klitschig, und nicht zu hart und trocken sein, dann geht der Teig nicht und bleibt fest. Der Mehlanteil sollte insgesamt nicht zu hoch sein, 1:1 Reis und Mehl wäre ideal.

Dann noch einmal einige Stunden oder auch über Nacht im Warmen gehen lassen. Der Teig muss sich vergrößert und gelockert haben. Notfalls kannst Du ihn zum Gehen in den 40 Grad warmen Backofen stellen.

Zum Schluss eine Porzellanschüssel mit Kokosfett einfetten, Teig hineingeben. Alufolie mit einem Gummiring über den Schüsselrand als Deckel befestigen. Dann in einen Topf mit wenig Wasser auf ein Dämpfgitter stellen,Wasser aufkochen lassen, Flamme klein stellen und 1 1/2 Stunden im Dampf ziehen lassen, dabei das Wasser köcheln lassen. Acht geben, dass das Wasser nicht ganz verdampft und notfalls Wasser nachgießen.

Gutes Gelingen!

7 Getreide

Es ist sehr reizvoll, die verschiedenen Getreidearten, die wir in der makrobiotischen Küche verwenden, einmal den Planeten und den mit ihnen verbundenen Wochentagen zuzuordnen – entweder um sich inspirieren zu lassen, wie die Wirkung des Getreides einzuschätzen ist, oder um sich von den jeweiligen Wochentagen zur Verwendung des entsprechenden Getreides anregen zu lassen. Hier eine Übersicht:

Der Sonntag wird der Sonne zugeordnet. Aus spiritueller Sicht hat der lichtvolle Weizen von allen Getreidesorten den größten Bezug zur Sonne. Dieses Getreide wird für geistige Arbeit empfohlen.

Der Montag und der Mond sollen besinnlich und harmonisierend wirken – ganz wie der Reis.

Dienstag (französisch mardi) wird dem Mars zugeordnet. Der korrespondiert mit der kräftigenden Gerste. Die soll vor allem die Tatkraft anregen.

Mittwoch (mercredi) weist auf den Merkur hin. Das passende Getreide für den Götterboten ist die verbindende, wärmende Hirse.

Donnerstag (jeudi) stellt den Bezug zu Jupiter her. Großmut und Weisheit sollen hier walten. Da kommt der erdende Roggen genau richtig. Er verleiht Standfestigkeit und stärkt die Leber.

Freitag (vendredi) lässt die Venus erscheinen. Die Liebesgöttin schlägt die Brücke zum Hafer, der Substanz gebende Kräfte entfaltet. Hafer steigert die körperliche Leistungsfähigkeit und ist wichtig auch in der Rekonvaleszenz.

Das englische Saturday weist für Samstag auf den Saturn und den Mais.

 

Frühstück

Die Rezepte für Süßreis (S. 40), sautierte Rettichblätter (S. 29), Ume-Mandelmus-Sauce (S. 24), geröstete Dulse-Algen (S. 50), geröstete Sonnenblumenkerne und Sesam (S. 30) findest Du – manchmal leicht abgewandelt – in meinem Buch „Moderne Makrobiotik – Vegane Rezepte aus dem Wohnzimmerrestaurant“, zu bestellen unter:

modernemakrobiotik@gmx.de

Buch Moderne Makrobiotik

Mochi (Süßreisküchlein)

Mochi (Süßreisküchlein)

Frische selbst gemachte Mochi sind inzwischen auch in Japan etwas ganz besonderes. Dabei sind sie gar nicht so schwer herzustellen. In Japan werden sie traditionell zu Neujahr gegessen. Aus den kleinen, gestampften Reiskuchen werden sogar kleine Symbole gebaut und auf den Hausaltar gestellt. So wie wir sie im Kochkurs „Festtagsküche“ am 22. November 2013 gemacht haben, sind sie jedenfalls sehr delikat gewesen, und wir haben uns alle möglichen Kombinationen überlegt, in denen wir sie essen könnten.

Rezept Mochi

Zutaten:

2 Tassen Süßreis

3 Tassen Wasser

1 Tl Meersalz

Zubereitung:

Süßreis über Nacht einweichen. Das Einweichwasser weggießen und den Reis waschen. Süßreis mit den 3 Tassen Wasser im Dampfdrucktopf aufs Feuer setzen, den Deckel nur lose auflegen. Wenn das Wassser kocht, salzen, die Flamme klein herunter drehen und den Deckel schließen. 45 bis 50 Min. unter Druck kochen lassen, dann die Flamme ganz ausstellen und den Reis so lange ziehen lassen, bis der Druck herunter gekommen ist.

Reis in einen großen Suribachi (jap. Mörser) geben und mit einem Surikogi (jap. Stößel) zerstampfen. Das Zerstampfen kann so lange wie nur irgend möglich vor sich gehen. Wenn die Reiskörner alle zerstoßen sind und der Reis zu einem – sich relativ leicht vom Suribachi-Boden lösenden – Riesenklops geworden ist, können mit feuchten Händen kleine Bällchen abgetrennt werden, zwischen den Handflächen platt gedrückt und in einer Pfanne gebraten werden. Die Größe der Bällchen bestimmst Du selbst.

Du kannst die flachen Küchlein nun in bio-nativem Kokosfett braten. Sie lassen sich aber auch 1-2 Tage aufbewahren, um sie dann später zu braten. Richtig gebraten sind sie, wenn sie außen knusprig und innen weich sind. Sehr lecker!

Foto: Moderne Makrobiotik

Buchweizen

Buchweizen ist kein Getreide, er ist ein Knöterichgewächs, wird aber wie Getreide zubereitet und gegessen.

Buchweizen ist glutenfrei. Er hat eine besonders wärmende Wirkung und ist daher an kalten Tagen das ideale Nahrungsmittel.

Buchweizen wird im Naturkosthandel als ganzer Buchweizen, als zerkleinerte Buchweizengrütze, als gerösteter Buchweizen = Kasha, als Buchweizenmehl und als Soba = japanische Buchweizennudeln angeboten.

Das Grundrezept für Buchweizenbrei sowie für folgende Variationen:

1. Kasha

2. Gomoku-Stil

3. Crème

4. Buchweizenklöße

5. Buchweizenpfannkuchen

sind  in meinem Buch veröffentlicht:

Moderne Makrobiotik

zu beziehen über modernemakrobiotik@gmx.de

Buch Moderne Makrobiotik

Foto: Moderne Makrobiotik

Hirse

Hirse (damit ist Rispen- oder Goldhirse gemeint) passt sehr gut zum kühler werdenden Herbst, kann aber auch zu jeder Jahres- und Tageszeit gegessen werden. Es ist ein sehr vitamin- und mineralstoffreiches Getreide und wird in der makrobiotische Küche neben Reis, Gerste und Buchweizen sehr häufig verwendet. Hirse ist glutenfrei.

 

Foto: Moderne Makrobiotik

körnige Hirse

Das Grundrezept für Hirsebrei morgens sowie für Variationen mittags oder abends im Herbst, für den Frühling oder Winter, für Hirsebällchen, Hirseburger und Hirseschnitten wurden mit einer ausführlichen Warenkunde zu Hirse in meinem Buch veröffentlicht:

Moderne Makrobiotik

zu beziehen über modernemakrobiotik@gmx.de

Leider ist mein Buch vergriffen. Seit Oktober 2016 gibt es mein Buch allerdings als eBook: Moderne Makrobiotik bei neobooks
Buch Moderne Makrobiotik

 

Foto: Moderne Makrobiotik

Calasparra Rundkornreis

Wirklich guten Reis, zumal in Vollwertqualität, zu kochen ist eine makrobiotische Kunst, die einfach auszuüben ist. Man lenke nur die Aufmerksamkeit auf jede Zutat und auf den Kochvorgang. Hat man alles sorgfältig bedacht, ist vollwertiger Reis eine Köstlichkeit, die man zudem noch unendlich variieren kann. Hier ist das ausführliche Grundrezept für makrobiotisch gekochten Reis und außerdem mache ich noch 5 Variationsvorschläge. Dieser Beitrag richtet sich besonders an die, die gerade erste Erfahrungen mit der Makrobiotik sammeln. Gutes Gelingen und guten Appetit!

 Vollreis kochen

Zutaten (für 2 Personen):

1 Tasse braunen Vollreis (Calasparra Rundkornreis z.B.) in Bioland- oder Demeterqualität

1,5 Tassen Wasser

Meersalz (z.B. das von Hand geerntete Fleur de Sel aus der Guérande)

Vorbereitung:

Reis (und alles Getreide) über Nacht einweichen.

Zubereitung:

Reis-Einweichwasser abgießen, Reis waschen. Mit dem Wasser in einen Drucktopf geben. Drucktopf auf die Flamme stellen und den Deckel nur auflegen. Aufkochen lassen, dann mit Meersalz salzen. Drucktopf schließen. Nach dem Hochkommen des Ventils Flamme klein stellen und Reis 50 Min. auf kleinster Flamme (u.U. mit Flammenverteiler) kochen. Flamme ausstellen. Druck herunterkommen lassen. Deckel öffnen. Reis mit einem Holzspatel durchschneiden, um so das Obere mit dem Unteren zu vermischen. Servieren.

Vollgetreide sollte immer gut gekaut werden (30-100 mal). Es schmeckt dadurch nicht nur besser, sondern wird so auch besser verdaut.

Foto: Moderne Makrobiotik

Süßreis

Variation mit anderen Reissorten:

2/3 Tasse braunen Vollreis mit 1/3 Tasse Wildreis, roten, schwarzen oder Süßreis mischen.

Variation mit Umeboshi:

Statt Salz eine Umeboshipflaume nehmen. Dann den Deckel des Drucktopfes gleich schließen.

Foto: Moderne Makrobiotik

Gerste

Variation mit anderem Getreide:

2/3 Tasse braunen Vollreis mit 1/3 Tasse anderem Getreide mischen z.B. Gerste, Grünkern, Buchweizen.

Variation mit Saaten:

2/3 Tasse braunen Vollreis mit 1/3 Tasse Sonnenblumenkerne oder Sesam mischen.

Foto: Moderne Makrobiotik

Azuki-Bohnen

Variation mit Bohnen:

2/3 Tasse braunen Reis mit 1/3 Tasse vorgekochten Azuki-Bohnen mischen. Die Azuki-Bohnen werden ebenfalls über Nacht eingeweicht, dann ohne Einweichwasser und mit einem 5 cm langen Stück Kombu-Alge im Drucktopf mit 1,5 Tassen Wasser auf 1 Tasse Azuki-Bohnen gekocht. Meersalz erst zum Schluss hinzufügen.

Guten Appetit!

Foto: Moderne Makrobiotik

Süßreis mit Gerste gekocht


Buch „Desserts“

Ende August 2017 erscheint mein neues Buch „Moderne Makrobiotik – Desserts“. Jetzt ein Exemplar zum Subskriptionspreis von 19,80 € sichern! Eine Mail genügt:

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Das Buch enthält über 50 vegane Rezepte
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mit vielen farbigen Fotos,
ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen
der makrobiotischen Küche
sowie ein Stichwort-, Literatur-
und Adressenverzeichnis.
Es gibt einen Anhang zur Körperpflege
und eine persönliche Einleitung der Autorin.
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Moderne Makrobiotik

ModerneMakrobiotik bloggt über Wissenswertes aus dem Bereich Makrobiotik und lädt in Berlin unkommerziell ins makrobiotische "Wohnzimmerrestaurant" und zu Kochkursen ein - als privater Supper Club und aus purer Begeisterung!

Bist Du an makrobiotischem Essen interessiert?
Möchtest Du gern auf die Einladungsliste gesetzt werden oder nähere Informationen erhalten?
Dann schreibe an: modernemakrobiotik@gmx.de

Unsere Einladungen ins Wohnzimmerrestaurant sind privat und werden von uns nur nach vorheriger Anmeldung per E-Mail ausgesprochen. Wir bieten kein Restaurant und auch keinen Mittagstisch an.

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