Moderne Makrobiotik

Archive for the ‘Japan’ Category

 

Am Wochenende waren wir wieder zu Besuch im Japanischen Garten in Bartschendorf. Es wurde das Obon Fest gefeiert mit Shamisen Spielerinnen, die ihre Musik am Koi-Teich erklingen ließen. Übernachtet haben wir wieder bei Frau und Herrn Wangert, die uns am Sonntagmorgen ein kleines Frühstück im Garten servierten und dazu ihre weißen Tauben fliegen ließen…

Wir finden, dass dieser Japanische Garten ein ganz besonderer Ort ist und Bartschendorf ein ganz besonderes Dorf. Von dort ist es übrigens nicht weit auf die Insel in der Kyritz. Ein herrlicher Wochenendausflug…

 

IMG_0559.jpg

 

Advertisements

Japanischer Garten

Am Samstag, den 8. August 2015 luden Gesine und Reiner Jochems in ihren japanischen Garten in Bartschendorf bei Dreetz in der Ostprignitz ein zu einem Obon-Fest. Wir sind der Einladung gefolgt und haben ein ganzes Wochenende in Bartschendorf verbracht.

Schilf

In dem 7500 qm großen Garten, der wunderschön nach den ästhetischen Prinzipien der japanischen Gartenkunst gestaltet ist, verteilten sich Shamisen-Spielerinnen im Garten, fand im Teehaus eine Teezeremonie statt, wurde auf dem heißen Stein Gemüse gegrillt und Misosuppe mit allerlei mehr ausgeschenkt…

Shamisenspielerinnen

…bis dann in der Dunkelheit kleine Laternen zum Andenken an die Toten und Ahnen im Koi-Teich zum Schwimmen gebracht wurden.

Koi im Teich

Laternen

Möchtest Du Dir den Garten einmal ansehen?

Der Garten ist von April bis Oktober an den Wochenenden von 12 bis 18 Uhr zur Besichtigung geöffnet.

Veranstaltungen erfährst Du auf der Website des Japanischen Gartens: Roji Garten

Eine sehr nette Übernachtungsmöglichkeit gibt es bei der Familie Wangert in Bartschendorf, Tel. 033970-86014.

Kimono

Wind und Tau, Fukumi Shimura, 2000 (Detail)

Ich möchte hier auf eine Ausstellung hinweisen, die so schön, so zauberhaft, so faszinierend ist, dass sie mir lange nicht mehr aus dem Kopf ging. Ihre Schönheit und Besonderheit habe ich als Seelennahrung empfunden.

Kimono

Wind und Tau, Fukumi Shimura, 2000 (Rückenansicht)

Seit dem 19. Juni und noch bis zum 9. September 2015 werden im Bröhan-Museum in Berlin-Charlottenburg zeitgenössische Kimonos der japanischen Textilkünstlerinnen Fukumi und Yoko Shimura ausgestellt. Die 1924 geborene Mutter und ihre 1949 geborene Tochter weben aus Seiden- und anderen Naturfasern Kimonos, die sie auf rein natürlicher Basis färben. Dabei berufen sie sich auf Goethes Farbenlehre und Rudolf Steiners Anthroposophie.

IMG_0002

„Es kam mir vor, als habe sich mir das innerste Geheimnis des Färbens und Webens erschlossen, das man nur versteht, wenn man diese Kunst mit eigenen Händen betreibt. Im Gegensatz zu Newtons Spektralfarben vermittelt der von Goethe erdachte Farbenkreis die universale Bedeutung der Farben und hat meiner Arbeit eine religiöse Komponente hinzugefügt. Schließlich hat mich der Ende des 19. Jahrhunderts wirkende Anthroposoph Rudolf Steiner in ganz besonderer Weise geprägt. Sein Spätwerk „Das Wesen der Farben“ habe ich auch heute stets bei mir. Es ermöglichte mir die Erfahrung, dass die seit dem Altertum überlieferten traditionellen Farben Japans und Steiners spirituelle Sichtweise der Farben in ganz wunderbarer Weise übereinstimmen.“

Yoko Shimura

„Warum ist es beispielsweise nicht möglich, aus Pflanzen die Farbe Grün zum Färben zu gewinnen? Warum kann man mit Farben aus Blütenblättern nicht färben? Warum ist es uns nicht möglich, diese so zentrale Farbe der Pflanzen mit Hilfe von Pflanzenfarben zu gewinnen? Die Antwort auf diese Rätsel konnte mir niemand geben. Vor etwa dreißig Jahren stieß ich dann auf ein Werk, das diese Fragen auf wunderbare Weise beantwortet hat: Goethes „Farbenlehre“. Seine Lehre hat mir auf all die Dinge, die ich wissen wollte, Antworten gegeben und mir eine ganz neue Sichtweise eröffnet.“

Fukumi Shimura

Nicht nur, dass sich in der Textil- und Färbekunst dieser beiden japanischen Frauen Tradition und Moderne, Ost und West begegnen. Die Ausstellung ist ausserdem so konzipiert, dass ihr Exponate des Japonismus im Jugendstil gegenüber gestellt werden.

Eine wunderbare Sommerausstellung, die ich allen Leserinnen und Lesern sehr ans Herz legen möchte. Seelennahrung eben.

Links

Website von Fukumi und Yoko Shimura

Website des Broehan-Museums

Museumsportal Berlin mit Öffnungszeiten etc.

Foto: ModerneMakrobiotik

Makrobioten sind es gewohnt, sehr gute Tees zu trinken: Sencha, Bancha, Hojicha, Genmai Cha – all diese wunderbaren Teearten gibt es jetzt in einem kleinen, von Japanern geführten Green Tea Café namens Mamecha in der Mulackstr. 33 in Berlin-Mitte. Es ist täglich außer dienstags von 12-20 Uhr geöffnet, sonntags von 14-20 Uhr, warme Küche gibt es bis 18 Uhr. Zum Tee (oder Kaffee) werden kleine Sweets wie Mochi oder Green Tea Käsekuchen oder Sesam Cream Cheese Cake serviert. Die wöchentlich wechselnden Bento Boxen sollen sehr gut sein! Matcha Ice Cream haben wir nicht probiert, der frische Ingwertee und die Cream Cheese Kuchen waren am Samstag sehr gut! Außerdem haben wir uns in dem Ambiente sehr wohl gefühlt. Endlich ein japanisches Grüntee Café in Berlin! www.mamecha.com

Foto: Moderne Makrobiotik

Die Redaktion der makrobiotischen Zeitschrift Das Grosse Leben fasst auf ihrer Website die Informationen zu den Messungen und Kontrollen japanischer Lebensmittel wie folgt zusammen:

„Die Firma Naturgarten in Österreich, Importeur japanischer Makrobiotik-Produkte, hat aktuelle Detailanalysen von allen Waren auf ihrer Webseite veröffentlicht. Die Produkte stammen im Wesentlichen von dem japanischen Exporteur Muso. Die Analysen zeigen, dass die Belastung mit jeglicher Radioaktivität bei diesen Produkten geringer ist als unsere täglichen Lebensmittel europäischen bzw. deutschen Ursprungs und auch weit unter den behördlichen Grenzwerten Deutschlands liegen. Die Werte kann man als „unbelastet“ interpretieren, da eine gewisse Hintergrund- bzw. Grundradioaktivität auf der ganzen Welt vorhanden ist (durch kosmische, irdische und menschengemachte Quellen).

http://www.naturgarten.com/contents/de/d523.html

Die Firma Ruschin Makrobiotik, Importeur von Muso-Produkten nach Deutschland, beschreibt die mehrfachen Kontrollen japanischer Produkte. Sie geben ausschließlich völlig verdachtsfreie und unbelastete Ware zum Export durch die Firma Muso frei.

http://www.ruschin-makrobiotik.de/neuigkeiten,html

Die Firma Arche Naturkost-Produkte, Importeur von Mitoku-Produkten aus Japan, berichtet ähnliches.

www.arche-naturprodukte.de

Terrasana (niederländischer Muso-Importeur) ebenso.

www.terrasana.nl

Die Firma Lima Naturkost aus Belgien, Importeur aus Japan mit eigenen Herstellern, hat bei einigen Produkten den Hersteller gewechselt (Miso & Ingwer-Suppe, White Miso-Suppe und Gersten-Miso), da diese aus den hauptbetroffenen Regionen um Fukushima stammten und auch die Produktionsstätten zerstört sind.

Auch die Algen-Ernte Limas stammt aus diesem Umfeld, eine neue Ernte gibt es bei Lima nicht, jedoch noch einen Abverkauf der Ernte von vor dem 11. März 2011. In Zukunft wird Lima Algen aus der Bretagne, Frankreich und Island vertreiben, nicht mehr aus Japan. Lima führt für alle Waren auch Kontrollen in eigenen Labors durch, so dass ein einwandfreier Warenstatus erreicht wird.“

www.limafood.com

Foto: Moderne Makrobiotik

Am 11. März 2011 wurde Japan von einer großen Katastrophe heimgesucht. Menschen starben, werden bis heute vermisst oder verloren ihr Zuhause. Wir empfinden Mitgefühl mit den Menschen in Japan und fühlen uns als Makrobioten der japanischen Kultur sehr nahe. Wie Makrobiotik aber eine kulturübergreifende und alle Kulturen integrierende Lebenskunst ist, so ist auch die japanische Katastrophe eine die ganze Welt betreffende. Sie hat einen Bewusstseinswandel eingeleitet, der sich nicht mehr rückgängig machen lässt.

Foto: Moderne Makrobiotik

Der japanische Mikrobiologe, Wissensschaftler und Bauer Masanobu Fukuoka (1913-2008) erfand die Methode der „Nichts-Tun-Landwirtschaft“ und ging damit einen vollkommen neuen Weg: über 50 Jahre lang praktizierte er eine Landwirtschaft ohne Kunstdünger und ohne Unkrautbekämpfung. Er tat so wenig wie möglich und verzichtete auf unnötige Anstrengungen, hielt Kosten und Techniken niedrig und steigerte dennoch seinen Ertrag. All dies, indem er einfach die Natur beobachtete, statt in sie einzugreifen. Fünf wichtige Prinzipien leiteten ihn: kein Pflügen, kein Düngen, keine Pestizide, kein Unkrautjäten und kein Beschneiden der Bäume. In seinem Buch „Rückkehr zur Natur – Philosophie des natürlichen Anbaus„, Darmstadt, 1987, 2. Auflage 1998 legte er seine Philosophie dar. Sie wurde letztlich die Grundlage des Guerilla-Gardenings und der Methode der Permakultur.

Fukuoka_Masanobu


Werbung

Die in meinen Beiträgen zu sehende Werbung wird von WordPress eingestreut, ich habe darauf keinen Einfluß, noch stehe ich in irgendeiner Weise damit in Verbindung. Sie ist der Preis, dass die Blog-Plattform von WordPress kostenlos zur Verfügung steht.

Moderne Makrobiotik – Desserts neu ab 15. Oktober 2017

Buch „Desserts“

Am 15. Oktober 2017 erschien mein neues Buch „Moderne Makrobiotik – Desserts“.

Preis: 23,80 € + 3 € Porto.

Bestellung:
modernemakrobiotik@gmx.de

Eine einfache Mail genügt. Ich schicke dann eine Rechnung. Sobald der Rechnungsbetrag eingegangen ist, erhältst Du Dein Exemplar per Post!

 

Moderne Makrobiotik – Vegane Rezepte aus dem Wohnzimmerrestaurant – leider vergriffen – als Ebook erhältlich

Buch „Moderne Makrobiotik“

Preis: € 26,80 + Porto
Leider seit Juli 2016 vergriffen!
*
Ab Oktober 2016 ist mein Ebook "Moderne Makrobiotik" bei neobooks erhältlich - mit identischem Inhalt wie in der Printausgabe, weniger Fotos (aus technischen Gründen) und Ebook-typisch ohne Lay-out, jedoch mit aktualisiertem Adressenteil und zum wesentlich geringerem Preis von € 15,99! Nähere Informationen:
modernemakrobiotik@gmx.de oder unter "Buchbestellung"

***
Das Buch enthält über 50 vegane Rezepte
aus meinem "Wohnzimmerrestaurant"
mit vielen farbigen Fotos,
ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen
der makrobiotischen Küche
sowie ein Stichwort-, Literatur-
und Adressenverzeichnis.
Es gibt einen Anhang zur Körperpflege
und eine persönliche Einleitung der Autorin.
***

Moderne Makrobiotik

ModerneMakrobiotik bloggt über Wissenswertes aus dem Bereich Makrobiotik und lädt in Berlin unkommerziell ins makrobiotische "Wohnzimmerrestaurant" und zu Kochkursen ein - als privater Supper Club und aus purer Begeisterung!

Bist Du an makrobiotischem Essen interessiert?
Möchtest Du gern auf die Einladungsliste gesetzt werden oder nähere Informationen erhalten?
Dann schreibe an: modernemakrobiotik@gmx.de

Unsere Einladungen ins Wohnzimmerrestaurant sind privat und werden von uns nur nach vorheriger Anmeldung per E-Mail ausgesprochen. Wir bieten kein Restaurant und auch keinen Mittagstisch an.

Blog abonnieren

Per E-Mail Abo kannst Du die neuesten Beiträge des Blogs ModerneMakrobiotik abonnieren!

Einfach die E-Mail-Adresse oben eintragen, auf "Sign me up!" klicken und nicht vergessen, dann den Bestätigungslink in der Bestätigungsmail zu aktivieren. So erhältst Du die neuesten Beiträge zuerst.

Die E-Mail-Adressen werden von mir weder weitergegeben noch für andere Zwecke genutzt.

Um neue Beiträge per E-Mail zu erhalten, hier die E-Mail-Adresse eingeben.

Blogstatistik

  • 95,091 Aufrufe
Oktober 2017
S M D M D F S
« Sep    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031  

Archive

Kategorien

Disclaimer

Moderne Makrobiotik hat hier Links zu anderen Seiten im Internet angelegt. Zum Zeitpunkt der Linksetzung waren keine illegalen Inhalte erkennbar. Dennoch gilt: Es besteht keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der hier gelinkten Seiten. Somit distanziert Moderne Makrobiotik sich ausdrücklich von den Inhalten aller gelinkten Seiten und macht sich deren Inhalte nicht zu eigen. Diese Erklärung gilt für alle im Blog modernemakrobiotik ausgebrachten Links.