Moderne Makrobiotik

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Algentaschen sind ein großartiger Snack, ideal zur Resteverwertung und gut als Proviant für unterwegs. Bei unserer zweitägigen Fahrradtour in den Hohen Fläming waren sie sehr praktisch, gaben Mineralien und Energie, waren leicht zu transportieren und haben allen geschmeckt!

Zuerst wird die Arame-Kinpira gekocht und kalt gestellt. Das kannst Du schon am Vortag machen oder Du nimmst gleich Reste. Wie man eine Arame-Kinpira zubereitet, habe ich ausführlich hier dargestellt: Arame-Möhren-Kinpira

Arame-Kinpira

Dann wird der Teig zubereitet.

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Rezept

Auf 2 Tassen Mehl (z. B. Dinkelmehl Typ 630) kommen 1/2 Tasse Wasser, in die 1 El Kuzu oder Pfeilwurzelstärke aufgelöst wird, sowie 1/4 Tasse Öl (z. B. Olivenöl) und 1 Prise Meersalz. Das wird alles gut vermischt, aber nicht zu lange geknetet, sonst wird der Teig nicht knusprig. Für 1/2 Stunde in den Kühlschrank legen, dann lässt er sich leichter ausrollen. Dann auf einer bemehlten Fläche zu einem Viereck ausrollen. Wer keine Nudelrolle hat, kann eine saubere Flasche nehmen. Nun werden mit Hilfe einer umgedrehten Schüssel oder einer großen Tasse Kreise ausgestochen. Auf diese Teigkreise gibst Du einzeln in die Mitte 1-2 El Arame-Kinpira. Nun klappst Du die Kreise um und drückst die Ränder mit einer Gabel an. Anschließend auf ein geöltes oder mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und in den Ofen schieben.

Backzeit: ca. 25 Minuten bei 160 Grad Umluft

Du kannst die Taschen natürlich auch mit anderen Zutaten befüllen, z. B. mit Äpfeln und Rosinen oder Spitzkohl-Möhren-Zwiebeln-Kinpira. Aber mit Arame-Algen sind sie besonders nährend. Du kannst die Arame-Algen auch durch Hijicki-Algen ersetzen.

Algentaschen

Viel Spaß!

Im Vorfrühling sollten wir uns nicht verführen lassen, den Winter zu früh zu verabschieden. Es kann noch ganz schön kalt werden, im Schatten und am Abend. Nachtfröste sind angesagt. Auch wenn wir schon damit beginnen können, die Fette und Salze des Winters auszuscheiden, brauchen wir doch noch viel Wärme. Da ist es schön, dass es Ofengemüse gibt!

Zutaten:

Wurzel- und Knollengemüse wie Süßkartoffeln, Pastinake und Möhre.

Zubereitung:

Mit der Gemüsebürste reinigen und in Stifte schneiden.In einer Schüssel mit etwas Back- und Brat-Öl und Shoyu vermischen und in dieser Marinade eine Weile stehen lassen. Dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und bei 180 bis 200 Grad backen, bis es innen weich und außen knusprig ist.

Guten Appetit!

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marinieren

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Backblech

Ein köstliches Frühlingsgericht! So richtig dazu geschaffen, das Fett und Salz, das wir im Winter zu uns genommen haben, wieder auszuscheiden.

Zutaten:

1 Möhre

1 Stück weißer Rettich (Daikon)

1 Tasse milchsauer eingelegtes Sauerkraut

1 Tl Ume-Su

Zubereitung:

Möhre und Rettich mit der Gemüsebürste reinigen und reiben. Mit dem Sauerkraut vermischen. Mit einigen Spritzern Ume-Su abschmecken. Als Beilage.

Guten Appetit!

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Hier möchte ich Dir ein sehr schönes Rezept für den Alltag vorstellen. Es besteht aus Arame-Algen, Möhren, Spitzkohl und Zwiebeln, ist leicht und schnell zu kochen und sehr nahrhaft. Unten findest Du das Rezept in der Übersicht. Ich erkläre es Schritt für Schritt:

1. Arame-Algen erhältst Du in guter und geprüfter Qualität im Makrobiotikversand. Sie schmecken sehr dezent und haben eine angenehme Konsistenz, sind also auch für Menschen geeignet, die bisher nicht mit Algen vertraut sind. In Japan sind sie überaus beliebt. Sie werden für 15 Minuten eingeweicht, dann werden sie gespült, das Einweichwasser gieße ich weg (zum Beispiel zu Pflanzen in Blumentöpfen, es ist sehr mineralienreich, die Pflanzen lieben es!). Die Algen werden in einem Topf mit Wasser bedeckt und auf kleiner Flamme 20 Minuten geköchelt, dann 1 El Shoyu (Sojasauce in makrobiotischer Qualität) zugeben und noch einmal 10 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist.

Arame

2. Möhren in samenfester Demeter-Qualität findest Du auf dem Markt beim Demeter-Gärtner oder im guten Bioladen. Sie werden abgebürstet und in Scheiben geschnitten, die Scheiben werden dann noch in streichholzdicke Stifte geteilt.

Möhren

3. Bio-Spitzkohl wird der Länge nach durchgeschnitten, dann geviertelt. Die inneren Strünke werden weggeschnitten. Nun zerteilst Du ein Spitzkohlviertel in einzelne Streifen.

Spitzkohl

4. Demeter-Zwiebeln werden geschält, halbiert und die Hälften in Halbmonde geschnitten.

Zwiebeln

5. Nun stehen alle Zutaten für die Kinpira bereit.

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6. Stelle jetzt einen Wok oder eine Eisenpfanne aufs Feuer und erhitze ein wenig Bio-Back- und Bratöl oder bionatives Kokosfett. Du brätst zuerst die Zwiebeln an, bis sie glasig sind, dann gibst Du die Möhren dazu, rührst mit einem Holzlöffel um, dann wird der Spitzkohl ebenso sautiert, und zuletzt kommen die gekochten Arame-Algen dazu.

Würze mit einem Schuss Ume-Su und Mirin. Du kannst statt Ume-Su auch 1 Dreifinger-Prise Meersalz nehmen und Mirin auch weg lassen. Ume-Su ist der Saft der eingelegten Umeboshi-Aprikosen, Mirin ist Kochreiswein, beides gibt es im Makrobiotikversand, es sind in der Makrobiotik sehr gebräuchliche Würzflüssigkeiten.

Rühre alles mit einem Holzlöffel um, bis das Gemüse so gar ist, wie Du es gern hättest und die Farbe der Gemüse noch leuchtend ist.

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vor dem Sautieren

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nach dem Sautieren

7.  Serviere die Arame-Möhren-Kinpira mit Naturreis, Salat und gebratenen Tofudreiecken. (Reste kannst Du in Algentaschen verwenden und als Snack essen…)

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Hier noch mal das Rezept in der Übersicht:

Zutaten:

1 Tasse Arame-Algen

1 Tasse samenfeste Demeter-Möhren

1 Tasse Bio-Spitzkohl

1 Tasse Demeter-Zwiebeln

1 -2 El Back- und Bratöl oder bionatives Kokosfett

1 El Shoyu

1 El Ume-Su oder 1 Dreifinger-Prise Meersalz

1 El Mirin, wenn man’s mag

Zubereitung:

Arame-Algen einweichen, abspülen und 20 Min. kochen, mit Shoyu würzen und noch 10 Min. kochen, bis alle Flüssigkeit verdampft ist. Möhren mit der Gemüsebürste unter fließendem Wasser abbürsten und in Streichholzstiftlänge schneiden. Spitzkohl vierteilen, Strünke entfernen und einen Strunk in Streifen schneiden. Zwiebeln schälen, halbieren und in Halbmonde schneiden.

Öl oder Kokosfett im Wok erhitzen, nacheinander Zwiebeln, Möhren, Spitzkohl und Arame-Algen sautieren, mit Ume-Su und Mirin würzen. Fertig! Guten Appetit!

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Die Möhrensorte RODELIKA ist eine samenfeste Sorte aus biologisch-dynamischer Züchtung. Was heisst „samenfest“?

Samenfest bedeutet:

  • Die Sorte kann auf  natürliche Weise durch Wind und Insekten vermehrt werden.
  • Samenfeste Sorten sind Sorten, aus deren Samen wieder Pflanzen wachsen können, die die gleiche Eigenschaft und Gestalt haben wie die Pflanze, aus deren Samen sie gewachsen sind.

Die meisten Möhrensorten sind allerdings sogenannte Hybridsorten. Was bedeutet „hybrid“?

Hybrid bedeutet:

  • Das Saatgut entsteht aus zwei verschiedenen Elternlinien mit unterschiedlichen Eigenschaften, die bei ihrer ersten Kreuzung dann größere Erträge und besonders gleichmäßige Ernten bringen.
  • In der Folgegeneration verlieren sie dann diese Eigenschaften und bringen alle Variationen der Elterngeneration hervor.

Die Demeter-Sorte RODELIKA aus biologisch-dynamischem Anbau ist aus der Sorte ROTHILD und einer Sorte der ROTE-RIESEN-Gruppe auf dem Demeter-zertifizierten Dottenfelderhof in Bad Vilbel durch Selektion hervorgegangen. Was war die Grundlage dieser Selektion? In einem Projekt über 2 Jahre konnten 1997/98 Zusammenhänge zwischen Blattgestalt und Möhrenqualität festgestellt werden. Von 1999 bis 2002 konnte in einer daran anschließenden Forschungsarbeit dieser Zusammenhang bestätigt werden. Die goetheanistisch-anthroposophische Pflanzenanschauung half, eine gezielte Selektionsarbeit zu leisten. Nicht zuletzt gab es eine Geschmacksselektion.

Nach 17 Jahren biologisch-dynamischem Anbau und Züchtung erteilte das Bundessortenamt im Jahr 1998 die Zulassung der Sorte. Die Erhaltungszüchtung geschieht weiterhin auf dem Dottenfelderhof, die Organisation der Vermehrung sowie den Vertrieb des Verkaufssaatgutes übernimmt die Bingenheimer Saatgut AG.

Außer der Möhrensorte RODELIKA gibt es noch die Möhrensorte OXHELLA aus biologisch-dynamischer Züchtung. Sie ist aus der alten Sorte OXHEART hevorgegangen, die in früheren Zeiten zu medizinischen Zwecken genutzt wurde. Auch heute zeigt sie Erfolge bei der Behandlung von Migräne, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Stoffwechselstörungen (Studie des Kasseler Instituts für Agrarkultur und Heilkunst PERSEPHONEIA). Nicht zuletzt sei die biologisch-dynamische Möhrensorte PURPLE HAZE genannt. Sie hat ein violettes Aussehen mit einem orangenen Kern.

In meinem Buch „Moderne Makrobiotik“ findet sich auf S. 41 ein Bild von Gemüsegelee mit Purzle-Haze-Wurzel im Blumentopf. Die Purzle-Haze-Wurzel wurde gegart und anschließend mit einem gut gewürzten Gelee aus Agar-Agar in einen sauberen und unbenutzten Tonblumentopf „gepflanzt“. Das sah nicht nur gut aus und schmeckte gut, es war auch äußerst praktisch bei einem Gartendinner, denn es wurde nicht viel Geschirr und Besteck gebraucht, um es zu essen.

Mein Buch ist erhältlich per Mail an modernemakrobiotik@gmx.de oder hier

Buch Moderne Makrobiotik

 

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Als ich vor acht  Jahren in Sizilien bei einem Bio-Bauern Ferien machte, habe ich verstanden, was die Kennzeichnung von Lebensmitteln mit dem Eu-Bio-Siegel bedeutet. Der wirklich nette Bauer zeigte mir nämlich seine Zitronenhaine. Über viele Hektar dehnten sich seine konventionell angebauten Zitronenbäumchen aus, unkrautfrei in Reih und Glied. Er deutete mit dem Arm leicht nach links und zeigte auf drei Reihen Zitronenhain, die sich in nichts von den konventionell angebauten unterschieden und räumlich so nah waren, dass sie einer indirekten „Spritztour“ mit Chemikalien kaum entgehen konnten. „Und da“, sprach er mit Stolz, “ da sind meine Bio-Zitronen!“ Ein hübscher Zusatzverdienst für den netten Bio-Bauern, dachte ich. Tatsächlich ist es noch viel schlimmer.

Nicht nur, dass Eu-Bio-Lebensmittel gerade einmal den Mindeststandard im biologischen Anbau erfüllen, was Pestizide, Antibiotika und ähnliche Sachen betrifft, Eu-Bio-Erzeuger scheuen sich auch nicht, Saatgut, das mit Hilfe der Cytoplasmenfusion hergestellt wird, zu verwenden, die sogenannten CMS-Hybride. Es handelt sich dabei um Methoden, die der Gentechnik mindestens sehr nahe stehen, ihr in manchen Fällen sogar zugerechnet werden müssen.

Anbauverbände wie Demeter, Bioland und Naturland haben ihren Gemüsebauern die Verwendung von CMS-Hybriden verboten, wenn sie Waren mit ihren Siegeln in den Handel bringen wollen. Die Eu-Öko-Verordnung (die m. E. in Wirklichkeit keine ist, sondern nur eine clevere Marketing-Strategie, oder was ist Öko an einer Nicht-Kreislauf-Wirtschaft?) erlaubt den Anbau mit CMS-Hybriden.

Um nicht Eu-Bio-Brokkoli oder anderes Gemüse aus CMS-Hybriden zu essen, empfiehlt es sich also, ausschließlich und bewußt Gemüse der Mitgliederverbände des deutschen BÖLW-Dachverbands: Demeter, Bioland, Naturland zu kaufen. Am allerliebsten kaufe ich auf dem Markt – bei den Demeter-Bauern aus dem Umland.

Näheres zur Cytoplasmenfusion unter:

http://orgprints.org/13319/1/ÖL_138_wilbois.pdf

 

Pastinaken

Ein sehr einfaches makrobiotisches Rezept, das sich auch für die schnelle Küche eignet.

Dieses Rezept wurde in meinem Buch veröffentlicht:

Moderne Makrobiotik

zu beziehen über modernemakrobiotik@gmx.de

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modernemakrobiotik@gmx.de oder unter "Buchbestellung"

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Das Buch enthält über 50 vegane Rezepte
aus meinem "Wohnzimmerrestaurant"
mit vielen farbigen Fotos,
ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen
der makrobiotischen Küche
sowie ein Stichwort-, Literatur-
und Adressenverzeichnis.
Es gibt einen Anhang zur Körperpflege
und eine persönliche Einleitung der Autorin.
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Moderne Makrobiotik

ModerneMakrobiotik bloggt über Wissenswertes aus dem Bereich Makrobiotik und lädt in Berlin unkommerziell ins makrobiotische "Wohnzimmerrestaurant" und zu Kochkursen ein - als privater Supper Club und aus purer Begeisterung!

Bist Du an makrobiotischem Essen interessiert?
Möchtest Du gern auf die Einladungsliste gesetzt werden oder nähere Informationen erhalten?
Dann schreibe an: modernemakrobiotik@gmx.de

Unsere Einladungen ins Wohnzimmerrestaurant sind privat und werden von uns nur nach vorheriger Anmeldung per E-Mail ausgesprochen. Wir bieten kein Restaurant und auch keinen Mittagstisch an.

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