Moderne Makrobiotik

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Wir waren vor kurzem in einem alten Bauernhaus an der Elbe gleich hinter dem Deich und haben dort zwei Wochen Ferien gemacht. In der Küche mussten wir viel improvisieren. Dadurch sind einige sehr leckere Rezepte zustande gekommen, z. B. diese Tofuburger mit Salat.

Rezept Tofuburger

Zutaten:

  • Naturreis-Rest (im Eisentopf mit Meersalz gekocht)
  • Curry Tofu, mit einer Gabel zerkrümelt
  • Möhren, geraspelt
  • Senf
  • Shiro Miso
  • feine Haferflocken
  • Mehl z. B. Teffmehl
  • bionatives Kokosfett

Zubereitung:

Alles – bis auf Haferflocken, Mehl und Kokosfett – miteinander vermengen, sodass sich ein festes Brät ergibt. Evtl. mit feinen Haferflocken verdicken, wenn zu wenig gebunden. Eine Zeit lang im Kühlschrank stehen lassen. In Mehl (wir haben Teffmehl genommen) wälzen und in reichlich Kokosfett in einer Eisenpfanne auf mittlerer Stufe braten. Die Burger müssen in Fett schwimmend gebraten werden, sonst kleben sie in der Pfanne fest. Keine Angst vor gutem bionativem Kokosfett.

Dazu haben wir Wakame-Gurken-Chicoree-Möhren-Salat mit Olivenöl und Yuzu Ponzu als Salatsauce gegessen.

Natürlich gibt es unzählige Variationen, je nachdem was man an Getreideresten so da hat und welche Gewürze zur Verfügung stehen. Diese Tofuburger können gut kalt gegessen werden. Prima für unterwegs.

Statt Curry-Tofu könnte man anderes gewürztes Tofu oder auch Tempeh zerkrümeln.

Viel Spass!

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Ein makrobiotisches Montagsfrühstück im Mai!

  • Misosuppe mit Wakame und Shiitake-Pilzen (nicht im Bild)
  • aufgedämpfter Rundkornreis mit Süßreis
  • gedämpfte Möhrenscheiben mit Mayo-Rice-Creme und ein wenig Olivenöl
  • in Dinkelgries panierte Tofudreiecke, in Shoyu und Mirin mariniert
  • Mixed Pickles
  • geröstete Sonnenblumenkerne
  • geröstete Dulse
  • grüner Salat mit Ume-Su, geröstetem Sesamöl und ein wenig Korinthen-Essig (nicht im Bild)

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten

Rote Linsensuppe

In der indischen Küche ist dieses Gericht als Dhal bekannt. Meist wird es dann scharf gewürzt. Ich habe auf Schärfe verzichtet, Fenchel und Möhren in kleine Stücke geschnitten und in Olivenöl angebraten, dann die abgewaschenen roten Linsen hinzugefügt und mit gefiltertem Wasser aufgefüllt.

Nach 1-2 Stunden köcheln schmeckt die Suppe schon ganz gut, noch besser ist es, man lässt sie über Nacht stehen und kocht sie am nächsten Tag noch einmal auf.

Ich habe sie mit Shiro-Miso und Shoyu abgeschmeckt, Schnittlauch und Korianderblätter hinzugefügt. Das war’s.

Die Mengenverhältnisse sind eigentlich egal. Du kannst viel oder wenig Fenchel, Möhren oder rote Linsen verwenden. Wichtig ist, die Suppe gut abzuschmecken. Shiro Miso macht sie schön sahnig. Shoyu gibt den kräftig salzigen Geschmack.

In meinem makrobiotischen Wohnzimmerrestaurant am 25. April 2015 habe ich Rote Linsensuppe als Vorspeise serviert.

Guten Appetit!

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Für alte Hasen kein Problem, Anfänger fragen sich das allerdings manchmal: Wie organisiere ich am besten ein komplexes makrobiotisches Alltagsmenü?

Ein beispielhaftes makrobiotisches Vorfrühlings-Menü habe ich im letzten Beitrag vorgestellt:

Hier erkläre ich die wichtigsten Schritte:

Zunächst stelle sicher, dass Du diese Küchengeräte hast oder überlege Dir, wie Du sie ersetzen kannst mit dem, was sich in Deiner Küche befindet:

Gaskocher, Backofen (Backblech mit Backpapier), Dampfdrucktopf, gusseiserner Topf, Dämpfsieb, gusseiserne Pfanne, Gemüsereibe, Suribachi, Schneidemesser

Als nächstes machst Du Dir klar, welche Vorbereitungen Du treffen musst. Für dieses Menü ist die am längsten vorher zu planende Einheit, den Reis einzuweichen, den Du kochen willst.

Vorbereiten: 8 Stunden vorher Reis waschen und einweichen

Auch das makrobiotische 5-Aromen-Gewürz ist am besten einen Tag vorher zuzubereiten.

Lies Dir alle makrobiotischen Rezepte unter den Links oben aufmerksam durch, stelle die Zutaten bereit und decke den Tisch. Falls Du einige Zutaten nicht da hast, überlege, wie Du sie durch vorhandene ersetzen kannst.

Nun geht es ans Zubereiten.

Wenn der Reis auf dem Feuer im Dampfdrucktopf vor sich hinköchelt, bereitest Du das Gemüse und den Tofu vor.

Tofu 15 Min. im Wasser kochen, anschl. beschweren

Gemüse für Ofengemüse und zum Dünsten waschen und schneiden

Nun stellst Du Teller bereit für die Noriflocken und die Pfeilwurzelstärke, in die Du die Tofudreiecke wälzen möchtest.

Während der Reis kocht, lässt Du das Ofengemüse im Backofen und das Gemüse im Dämpfsieb langsam garen, reibst Du das Gemüse für den Salat auf einer Gemüsereibe und bereitest es zu.

In der Zwischenzeit dürfte der Tofu entwässert und abgekühlt sein, sodass Du ihn in Dreiecke schneiden und in den bereit gestellten Tellern wälzen kannst. Er wird gebraten, wenn der Reis fertig ist, das gedünstete Gemüse und das Ofengemüse gar sind.

Kurz bevor Du das Essen servierst, gibst Du etwas Shoyu in ein Schälchen, verdünnst es evtl. mit Wasser und reibst Ingwer, dessen Saft Du hinzu gibst.

Das war’s!

Herzlichen Glückwunsch! Du hast soeben ein makrobiotisches Vorfrühlingsmenü gekocht.

Viel Freude beim Servieren und guten Appetit!

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Ofengemüse marinieren

Gemüse im Dämpfsieb

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Wie einfach kann doch kochen sein! Für gedünstetes Gemüse brauchst Du nur ein Dämpfsieb und einen Kochtopf, etwas Wasser, das Gemüse Deiner Wahl und Salz.

Hier habe ich Daikon (weißer Rettich) zusammen mit Spitzkohlvierteln und gestifteten Zucchini gedämpft, mit etwas Fleur de Sel Meersalz übersprenkelt.

Flamme anzünden, das Wasser unter dem Dämpfsieb im Topf hochkochen lassen und dann die Flamme klein stellen. So lange zugedeckt köcheln lassen, bis alles gar ist. Der Spitzkohl wird ziemlich schnell gar, sodass die Daikonstücke und die Zucchinistifte knackig bleiben.

Dazu passt: Naturreis, Ofengemüse, Tofudreiecke, Möhren-Rettich-Sauerkraut-Salat, mit gerösteter Dulse-Alge und Gomasio (Rezepte in meinem Buch „Moderne Makrobiotik“ S. 50 und S. 57) oder 5-Aromen-Gewürz besprenkelt, siehe Foto. Nicht im Bild der Shoyu-Ingwer-Dip für die Tofudreiecke und – wenn man will – fürs Gemüse.

Für ein Alltagsgericht reicht so ein Dip als Sauce. Für ein Festtagssessen würde ich zwei oder drei verschiedene Saucen machen. Und hier verrate ich mal ein Geheimnis: ich bin überhaupt nicht für fertig gekaufte Lebensmittel, aber die vegane Reismayo von probios kann ich wirklich empfehlen (in einigen Bio-Supermärkten erhältlich). Sie hat mich schon so manches Mal in der Alltagsküche gerettet, wenn ich eine Sauce brauchte. Sie besteht zum großen Teil aus Sonnenblumenöl, Reismehl, Reismilch und Gewürzen, ist wirklich köstlich. Keine Dauerkost, aber hin und wieder ein Retter in der Not. Und ich kriege wirklich keine Provision!

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Ein köstliches Frühlingsgericht! So richtig dazu geschaffen, das Fett und Salz, das wir im Winter zu uns genommen haben, wieder auszuscheiden.

Zutaten:

1 Möhre

1 Stück weißer Rettich (Daikon)

1 Tasse milchsauer eingelegtes Sauerkraut

1 Tl Ume-Su

Zubereitung:

Möhre und Rettich mit der Gemüsebürste reinigen und reiben. Mit dem Sauerkraut vermischen. Mit einigen Spritzern Ume-Su abschmecken. Als Beilage.

Guten Appetit!

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Hier möchte ich Dir ein sehr schönes Rezept für den Alltag vorstellen. Es besteht aus Arame-Algen, Möhren, Spitzkohl und Zwiebeln, ist leicht und schnell zu kochen und sehr nahrhaft. Unten findest Du das Rezept in der Übersicht. Ich erkläre es Schritt für Schritt:

1. Arame-Algen erhältst Du in guter und geprüfter Qualität im Makrobiotikversand. Sie schmecken sehr dezent und haben eine angenehme Konsistenz, sind also auch für Menschen geeignet, die bisher nicht mit Algen vertraut sind. In Japan sind sie überaus beliebt. Sie werden für 15 Minuten eingeweicht, dann werden sie gespült, das Einweichwasser gieße ich weg (zum Beispiel zu Pflanzen in Blumentöpfen, es ist sehr mineralienreich, die Pflanzen lieben es!). Die Algen werden in einem Topf mit Wasser bedeckt und auf kleiner Flamme 20 Minuten geköchelt, dann 1 El Shoyu (Sojasauce in makrobiotischer Qualität) zugeben und noch einmal 10 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist.

Arame

2. Möhren in samenfester Demeter-Qualität findest Du auf dem Markt beim Demeter-Gärtner oder im guten Bioladen. Sie werden abgebürstet und in Scheiben geschnitten, die Scheiben werden dann noch in streichholzdicke Stifte geteilt.

Möhren

3. Bio-Spitzkohl wird der Länge nach durchgeschnitten, dann geviertelt. Die inneren Strünke werden weggeschnitten. Nun zerteilst Du ein Spitzkohlviertel in einzelne Streifen.

Spitzkohl

4. Demeter-Zwiebeln werden geschält, halbiert und die Hälften in Halbmonde geschnitten.

Zwiebeln

5. Nun stehen alle Zutaten für die Kinpira bereit.

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6. Stelle jetzt einen Wok oder eine Eisenpfanne aufs Feuer und erhitze ein wenig Bio-Back- und Bratöl oder bionatives Kokosfett. Du brätst zuerst die Zwiebeln an, bis sie glasig sind, dann gibst Du die Möhren dazu, rührst mit einem Holzlöffel um, dann wird der Spitzkohl ebenso sautiert, und zuletzt kommen die gekochten Arame-Algen dazu.

Würze mit einem Schuss Ume-Su und Mirin. Du kannst statt Ume-Su auch 1 Dreifinger-Prise Meersalz nehmen und Mirin auch weg lassen. Ume-Su ist der Saft der eingelegten Umeboshi-Aprikosen, Mirin ist Kochreiswein, beides gibt es im Makrobiotikversand, es sind in der Makrobiotik sehr gebräuchliche Würzflüssigkeiten.

Rühre alles mit einem Holzlöffel um, bis das Gemüse so gar ist, wie Du es gern hättest und die Farbe der Gemüse noch leuchtend ist.

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vor dem Sautieren

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nach dem Sautieren

7.  Serviere die Arame-Möhren-Kinpira mit Naturreis, Salat und gebratenen Tofudreiecken. (Reste kannst Du in Algentaschen verwenden und als Snack essen…)

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Hier noch mal das Rezept in der Übersicht:

Zutaten:

1 Tasse Arame-Algen

1 Tasse samenfeste Demeter-Möhren

1 Tasse Bio-Spitzkohl

1 Tasse Demeter-Zwiebeln

1 -2 El Back- und Bratöl oder bionatives Kokosfett

1 El Shoyu

1 El Ume-Su oder 1 Dreifinger-Prise Meersalz

1 El Mirin, wenn man’s mag

Zubereitung:

Arame-Algen einweichen, abspülen und 20 Min. kochen, mit Shoyu würzen und noch 10 Min. kochen, bis alle Flüssigkeit verdampft ist. Möhren mit der Gemüsebürste unter fließendem Wasser abbürsten und in Streichholzstiftlänge schneiden. Spitzkohl vierteilen, Strünke entfernen und einen Strunk in Streifen schneiden. Zwiebeln schälen, halbieren und in Halbmonde schneiden.

Öl oder Kokosfett im Wok erhitzen, nacheinander Zwiebeln, Möhren, Spitzkohl und Arame-Algen sautieren, mit Ume-Su und Mirin würzen. Fertig! Guten Appetit!


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Moderne Makrobiotik

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