Moderne Makrobiotik

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Am Sonntag hatten wir sehr liebe Gäste bei uns und wir haben auf die Schnelle ein makrobiotisches Menue für sie gekocht:

Misosuppe mit Wakame, Shiitake und Daikon

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Reis mit Buchweizen

Nori Tempura

Süßkartoffel Tempura

frittierter Lupinen-Tempeh

wenig gebratenen Wildlachs (für die Nicht-Vegetarier)

wilder Brokkoli mit Reismayonnaise

geriebener Daikon

Shoyu

Gomasio

geröstete Sonnenblumenkerne

Auf die Schnelle gekocht deshalb, weil wir mit unseren Gästen zusammen sitzen und reden wollten und nicht die ganze Zeit am Herd verbringen. Den Reis mit Buchweizen haben wir aufgedämpft. Der Tempurateig wurde aus Weizenmehl, Kuzu, Wasser und Salz angerührt. Den Daikon hat netterweise ein Gast gerieben. Frittieren geht nur ad hoc, das Frittiergut wurde vor dem Eintreffen der Gäste vorbereitet. Zu allem dann ein paar Würzmittel wie helles Gomasio, geröstete Sonnenblumenkerne, Shoyu…

Es war köstlich! Ein Nachtisch war nicht notwendig…

Später gab es Lupinenkaffee.

 

Dienstagsfrühstück

Ein makrobiotisches Dienstagsfrühstück:

  • Misosuppe mit Wakame, Shiitake-Pilzen und Radieschenblättern (nicht im Bild)
  • Reis mit Süßreis, aufgedämpft
  • in Shoyu geschmorte Rettichscheiben
  • gedämpfter Spitzkohl
  • Möhren-Walnuss-Creme
  • Mixed Pickles
  • Salat mit Radieschen, Ume-Su, Mirin, Olivenöl und gerösteten Sonnenblumenkernen (nicht im Bild)

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten

Rote Linsensuppe

In der indischen Küche ist dieses Gericht als Dhal bekannt. Meist wird es dann scharf gewürzt. Ich habe auf Schärfe verzichtet, Fenchel und Möhren in kleine Stücke geschnitten und in Olivenöl angebraten, dann die abgewaschenen roten Linsen hinzugefügt und mit gefiltertem Wasser aufgefüllt.

Nach 1-2 Stunden köcheln schmeckt die Suppe schon ganz gut, noch besser ist es, man lässt sie über Nacht stehen und kocht sie am nächsten Tag noch einmal auf.

Ich habe sie mit Shiro-Miso und Shoyu abgeschmeckt, Schnittlauch und Korianderblätter hinzugefügt. Das war’s.

Die Mengenverhältnisse sind eigentlich egal. Du kannst viel oder wenig Fenchel, Möhren oder rote Linsen verwenden. Wichtig ist, die Suppe gut abzuschmecken. Shiro Miso macht sie schön sahnig. Shoyu gibt den kräftig salzigen Geschmack.

In meinem makrobiotischen Wohnzimmerrestaurant am 25. April 2015 habe ich Rote Linsensuppe als Vorspeise serviert.

Guten Appetit!

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Das habe ich am Samstag, den 25. April 2015 in meinem Wohnzimmerrestaurant serviert:

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Kukicha mit einem Schuss Apfelsaft

als Begrüßungsgetränk

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Chinakohl-Shiso-Röllchen

mit Kapernsauce und Rote-Bete-Meerrettich-Sauce

als Amuse-geule

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rote Linsensuppe

rote Linsensuppe

als Suppe

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Frühlingssalat

Frühlingssalat

als Vorspeise

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Frühlingsmenü Hauptspeise

Reis mit Lotusnüssen * schwarzes und schwarz-weißes Gomasio  * Löwenzahnkondiment * Gurken-Wakame-Salat * Räuchertofu und Gemüsetofu * Lotuswurzel, Topinambur, Lauch mit Shoyu und Gerstenmalz gebacken * Mixed Pickles

als Hauptspeise

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Heidelbeer-Carob-Kanten mit Vanillesauce

als Dessert

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Lavendelkeks

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Lupinenmokka mit Mandelsahne

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Herzlichen Dank an meine Gäste, die dieses Mal zur Hälfte aus Berlin und zur Hälfte aus den USA kamen, zur Hälfte makrobiotikerfahren und zur Hälfte vollkommen unvertraut mit der makrobiotischen Ernährung waren. Eine extreme Zusammensetzung, die sehr interessant war! Ein Gast war schon seit seiner Kindheit mit der Makrobiotik vertraut. Beneidenswert! – Rezepte werden demnächst veröffentlicht.

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Für alte Hasen kein Problem, Anfänger fragen sich das allerdings manchmal: Wie organisiere ich am besten ein komplexes makrobiotisches Alltagsmenü?

Ein beispielhaftes makrobiotisches Vorfrühlings-Menü habe ich im letzten Beitrag vorgestellt:

Hier erkläre ich die wichtigsten Schritte:

Zunächst stelle sicher, dass Du diese Küchengeräte hast oder überlege Dir, wie Du sie ersetzen kannst mit dem, was sich in Deiner Küche befindet:

Gaskocher, Backofen (Backblech mit Backpapier), Dampfdrucktopf, gusseiserner Topf, Dämpfsieb, gusseiserne Pfanne, Gemüsereibe, Suribachi, Schneidemesser

Als nächstes machst Du Dir klar, welche Vorbereitungen Du treffen musst. Für dieses Menü ist die am längsten vorher zu planende Einheit, den Reis einzuweichen, den Du kochen willst.

Vorbereiten: 8 Stunden vorher Reis waschen und einweichen

Auch das makrobiotische 5-Aromen-Gewürz ist am besten einen Tag vorher zuzubereiten.

Lies Dir alle makrobiotischen Rezepte unter den Links oben aufmerksam durch, stelle die Zutaten bereit und decke den Tisch. Falls Du einige Zutaten nicht da hast, überlege, wie Du sie durch vorhandene ersetzen kannst.

Nun geht es ans Zubereiten.

Wenn der Reis auf dem Feuer im Dampfdrucktopf vor sich hinköchelt, bereitest Du das Gemüse und den Tofu vor.

Tofu 15 Min. im Wasser kochen, anschl. beschweren

Gemüse für Ofengemüse und zum Dünsten waschen und schneiden

Nun stellst Du Teller bereit für die Noriflocken und die Pfeilwurzelstärke, in die Du die Tofudreiecke wälzen möchtest.

Während der Reis kocht, lässt Du das Ofengemüse im Backofen und das Gemüse im Dämpfsieb langsam garen, reibst Du das Gemüse für den Salat auf einer Gemüsereibe und bereitest es zu.

In der Zwischenzeit dürfte der Tofu entwässert und abgekühlt sein, sodass Du ihn in Dreiecke schneiden und in den bereit gestellten Tellern wälzen kannst. Er wird gebraten, wenn der Reis fertig ist, das gedünstete Gemüse und das Ofengemüse gar sind.

Kurz bevor Du das Essen servierst, gibst Du etwas Shoyu in ein Schälchen, verdünnst es evtl. mit Wasser und reibst Ingwer, dessen Saft Du hinzu gibst.

Das war’s!

Herzlichen Glückwunsch! Du hast soeben ein makrobiotisches Vorfrühlingsmenü gekocht.

Viel Freude beim Servieren und guten Appetit!

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Ofengemüse marinieren

Gemüse im Dämpfsieb

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Wie einfach kann doch kochen sein! Für gedünstetes Gemüse brauchst Du nur ein Dämpfsieb und einen Kochtopf, etwas Wasser, das Gemüse Deiner Wahl und Salz.

Hier habe ich Daikon (weißer Rettich) zusammen mit Spitzkohlvierteln und gestifteten Zucchini gedämpft, mit etwas Fleur de Sel Meersalz übersprenkelt.

Flamme anzünden, das Wasser unter dem Dämpfsieb im Topf hochkochen lassen und dann die Flamme klein stellen. So lange zugedeckt köcheln lassen, bis alles gar ist. Der Spitzkohl wird ziemlich schnell gar, sodass die Daikonstücke und die Zucchinistifte knackig bleiben.

Dazu passt: Naturreis, Ofengemüse, Tofudreiecke, Möhren-Rettich-Sauerkraut-Salat, mit gerösteter Dulse-Alge und Gomasio (Rezepte in meinem Buch „Moderne Makrobiotik“ S. 50 und S. 57) oder 5-Aromen-Gewürz besprenkelt, siehe Foto. Nicht im Bild der Shoyu-Ingwer-Dip für die Tofudreiecke und – wenn man will – fürs Gemüse.

Für ein Alltagsgericht reicht so ein Dip als Sauce. Für ein Festtagssessen würde ich zwei oder drei verschiedene Saucen machen. Und hier verrate ich mal ein Geheimnis: ich bin überhaupt nicht für fertig gekaufte Lebensmittel, aber die vegane Reismayo von probios kann ich wirklich empfehlen (in einigen Bio-Supermärkten erhältlich). Sie hat mich schon so manches Mal in der Alltagsküche gerettet, wenn ich eine Sauce brauchte. Sie besteht zum großen Teil aus Sonnenblumenöl, Reismehl, Reismilch und Gewürzen, ist wirklich köstlich. Keine Dauerkost, aber hin und wieder ein Retter in der Not. Und ich kriege wirklich keine Provision!

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So richtig knusprigen Tofu erhält man, wenn man Seidentofu in Pfeilwurzelstärke wälzt und frittiert. Das ist sogenannte Age. Wenn man Age dann mit einer Dashi übergießt, hat man Agedashi Tofu, ein in Japan sehr beliebter Appetizer. Allerdings muss man sehr erfahren im Frittieren sein, um Agedashi Tofu zu machen, denn Seidentofu enthält viel Feuchtigkeit, und wenn Wasser ins Öl spritzt, gibt es ziemlich schnell ein Malheur. Ich habe letztens wieder Tofudreiecke gebraten, allerdings aus festerem Tofu. Sie geraten sehr knusprig, wenn man es richtig macht.

Zutaten:

1 Block festen Tofu

2 El Pfeilwurzelstärke

2 El Noriflocken

2 El schwarzen Sesam

2 El Back- und Bratöl oder bionatives Kokosfett

Vorbereitung:

Einen Block Tofu (nicht den feinen Seidentofu, sondern einen in fester Konsistenz wählen) zur besseren Verdaulichkeit zunächst 15 Minuten in Salzwasser kochen. Anschließend zwischen zwei Holzbrettchen legen und mit einem Stein oder einer schweren Flasche beschweren. Du kannst den Block Tofu auch zwischen Küchenpapier legen oder in ein sauberes Küchentuch wickeln und dann beschweren. So läuft das überschüssige Wasser ab. Dann den Block in vier Scheiben schneiden, diese jeweils halbieren und dann diagonal durchschneiden. So erhältst Du kleine Dreiecke.

Zubereitung:

Tofudreiecke in Pfeilwurzelmehl wälzen.

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Anschließend die Hälfte der Anzahl Dreiecke in Noriflocken wälzen.

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Die andere Hälfte in Sesam wälzen.

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Zum Braten bereit stellen.

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In einer Eisenpfanne Öl oder Kokosfett erhitzen und die Dreiecke von beiden Seiten anbraten.

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Sie schmecken gut, wenn man sie in einer Sauce aus Shoyu,

evtl. mit Wasser verdünnt, und geriebenem frischen Ingwer tunkt.

Guten Appetit!


Buch „Moderne Makrobiotik“

Preis: € 26,80 + Porto
Leider seit Juli 2016 vergriffen!
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Ab Oktober 2016 ist mein Ebook "Moderne Makrobiotik" bei neobooks erhältlich - mit identischem Inhalt wie in der Printausgabe, weniger Fotos (aus technischen Gründen) und Ebook-typisch ohne Lay-out, jedoch mit aktualisiertem Adressenteil und zum wesentlich geringerem Preis von € 15,99! Nähere Informationen:
modernemakrobiotik@gmx.de oder unter "Buchbestellung"

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Das Buch enthält über 50 vegane Rezepte
aus meinem "Wohnzimmerrestaurant"
mit vielen farbigen Fotos,
ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen
der makrobiotischen Küche
sowie ein Stichwort-, Literatur-
und Adressenverzeichnis.
Es gibt einen Anhang zur Körperpflege
und eine persönliche Einleitung der Autorin.
***

Moderne Makrobiotik

ModerneMakrobiotik bloggt über Wissenswertes aus dem Bereich Makrobiotik und lädt in Berlin unkommerziell ins makrobiotische "Wohnzimmerrestaurant" und zu Kochkursen ein - als privater Supper Club und aus purer Begeisterung!

Bist Du an makrobiotischem Essen interessiert?
Möchtest Du gern auf die Einladungsliste gesetzt werden oder nähere Informationen erhalten?
Dann schreibe an: modernemakrobiotik@gmx.de

Unsere Einladungen ins Wohnzimmerrestaurant sind privat und werden von uns nur nach vorheriger Anmeldung per E-Mail ausgesprochen. Wir bieten kein Restaurant und auch keinen Mittagstisch an.

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